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Die Franziskaner und die Pfarreiengemeinschaft trauern um Provinzial Br.

In den Morgenstunden des 26. Februar, dem ersten Fastensonntag, ist der Provinzialminister der Deutschen Franziskanerprovinz von der hl. Elisabeth, Bruder Norbert Plogmann OFM, im Münchener Isar-Klinikum an einem Krebsleiden verstorben. Bruder Norbert wurde 57 Jahre alt.
Norbert Plogmann wurde am 20. Oktober 1954 in Hagen a.TW. geboren und verbrachte seine Kindheit in der Herz-Jesu-Gemeinde Georgsmarienhütte als viertes von fünf Kindern der Eheleute Johannes und Maria Plogmann geb. Spellbrink. Er besuchte fünf Jahre die damalige Marienschule in Georgsmarienhütte und wurde 1966 in das Kolleg St. Ludwig in Vlodrop (Niederlande) der Sächsischen Franziskanerprovinz aufgenommen und bestand dort 1974 das Abitur. Im September 1974 begann er das Noviziat in Attendorn. Am 17. Mai 1980 legte er die Feierliche Profess ab. Nach dem Studium der Philosophie und Theologie an der Ordenshochschule der Franziskaner in Münster wurde er am 28. März 1981 zum Priester geweiht.
Von 1981 bis 1986 war er in Hagen (Westf.) und Paderborn in der Pfarrseelsorge und in der Krankenhausseelsorge tätig. 1986 wurde er Mitarbeiter im Seelsorgeteam der von der Sächsischen Franziskanerprovinz übernommenen Pfarrei St. Ludwig in Berlin Wilmersdorf. Dort engagierte er sich besonders in der Jugendarbeit und in der Arbeit mit den HIV-Infizierten und Aidskranken. Nach dem Fall der Mauer, im Januar 1992, wechselte er vom Westteil in der Ostteil Berlins und wurde Guardian im Kloster Berlin Pankow, wo er tatkräftig der Arbeit des Klosters eine neue Ausrichtung gab und sich für die Arbeit in der Suppenküche engagierte.
Im Sommer 2001 wählten die Brüder der Sächsischen Franziskanerprovinz P. Norbert zu ihrem Provinzial, 2007 wurde er für eine zweite Amtszeit von drei Jahren wieder gewählt. In diesen Jahren hat er auch die vielen oft mühsamen Schritte zur Vereinigung der vier Franziskanerprovinzen in Deutschland gemeinsam mit den Provinzialministern der anderen Provinzen entscheidend mit geplant und mitgestaltet.
Die Generalleitung des Ordens ernannte P. Norbert dann zum ersten Provinzialminister der neuen „Deutschen Franziskanerprovinz von der hl. Elisabeth“ mit Sitz in München, die am 1. Juli 2010 errichtet wurde. Mit Tatkraft und Entschlossenheit nahm er die nicht leichte Aufgabe auf sich, nach der organisatorisch vollzogenen Vereinigung der vier ehemaligen Provinzen auch den inneren Zusammenhalt der neuen Provinz zu fördern und zu festigen.
Im Sommer 2011 musste er sich einer Magenoperation unterziehen, die jedoch nicht die gewünschte Heilung brachte; eine weitere Operation wurde notwendig, die auch ohne Erfolg blieb. Geschwächt und entkräftet verstarb er in den frühen Morgenstunden des 26. Februar in der Isar-Klinik in München.
Die Beerdigung war am Freitag, dem 2. März 2012. Um 13:00 Uhr feierten wir das Requiem in der Klosterkirche St. Antonius, anschließend war die Beisetzung bei den Gräbern der Brüder auf dem Friedhof St. Antonius Holzhausen-Ohrbeck. |